Familie Kupitz in Ghana

01.08.2015 – 15.05.2017

Seit dem Sommer leben und arbeiten die deutschen Ärzte Dr. David und Dr. Elke Kupitz mit ihrer kleinen Tochter Leonie in Kpando.

„Ja, wir fühlen uns wohl in Kpando, vor allem nach dem Umzug in ein Häuschen auf dem Klinikgelände mit funktionierendem Wasser und Anschluss an den Krankenhausgenerator. Wir haben auch Glück mit unserem Kindermädchen gehabt, so dass Leonie gut umsorgt wird.

In der Augenklinik führen wir jede Woche Katarakt-Operationen durch – zumeist an blinden oder hochgradig sehbehinderten Augen. Seit dem Besuch von Herrn Dr. Briesen und Frau Wangemann, denen von der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft eine Kurzzeitdozentur ermöglicht wurde, können wir nun auch Glaukom- und Pterygium-Operationen anbieten, womit zusammen mit Lasereingriffen und anderen kleineren Operationen etwa 90 % der hier nötigen Augenoperationen direkt vor Ort in Kpando abgedeckt werden können.

Nicht immer ist die Arbeit ganz einfach: Es gibt technische Probleme, eine schlechte Finanzlage des Krankenhauses, teils fehlende Medikamente, kurze Stromausfälle auch in der Klinik und gewisse Mentalitätsunterschiede bzgl. der Arbeitseinstellung – aber insgesamt sind wir doch ganz frohen Mutes und positiv gestimmt, dass wir hier während unseres Aufenthaltes eine spürbare Wirkung hinterlassen können. Dazu gehört auch die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, die wir u. a. durch wöchentliche Fortbildungen betreiben.

Ein weiteres dringendes Feld ist die nötige Outreach-Arbeit, d.h. das “Suchen“ von behandlungsbedürftigen Menschen (vor allem Katarakt- und Glaukomkranken) “im Feld”, also bei Screening-Untersuchungen in den einzelnen Distrikten. Bisher kommt nur ein Bruchteil der erblindeten oder von Erblindung bedrohten Menschen nach Kpando in die Klinik, was vielerlei Gründe hat (Entfernung, Unwissenheit, finanzielle Gründe, Angst etc.).

Durch den hoffentlich bald eintreffenden Wagen und durch uns in Aussicht gestellte Finanzmittel hoffen wir diese wichtige Arbeit im Januar beginnen zu können und dadurch noch mehr Menschen helfen zu können.“