Das Land Ghana

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Das Land Ghana, das etwa die Größe der alten BRD besitzt, liegt etwa 500 km nördlich des Äquators zwischen Togo und der Elfenbeinküste in Westafrika am Atlantik.  Mehr als 25 Millionen Menschen leben in dem kleinen afrikanischen Staat – der Bevölkerungszuwachs ist wie in vielen afrikanischen Staaten sehr groß.

Es gibt hier rund 80 verschiedene Landessprachen (Englisch ist die Amtssprache), was die kulturelle Vielfalt Ghanas unterstreicht. Das Land ist sehr flach und wird von dem riesigen Volta-Stausee, dem größten Binnensee des Landes und bis heute dem oberflächengrößten künstliche Gewässer der Erde, dominiert.

Wirtschaftliche Bedeutung erlangte das Land durch seine großen Goldvorkommen, daher der frühere Name Goldküste. Eine weitere wichtige Rolle spielen Kakao und Edelhölzer.

Im Land herrscht eine vergleichsweise stabile Demokratie.

Ghana und die Medizin

Wie in vielen afrikanischen Staaten ist in Ghana die medizinische Versorgung nicht gut ausgebaut. Für einen Jahresbeitrag von ca. 10 USD gibt es eine staatliche Gesundheitsversicherung, der etwa 70% der Bevölkerung angehören. Neben staatlichen Einrichtungen hat die Versorgung durch Missionare, Kirchen und andere Religionsgemeinschaften einen wichtigen Stellenwert.
Der Mangel an Ärzten ist groß. Nur wenige können sich die Ausbildung und das Medizinstudium überhaupt leisten, und viele ghanaischen Ärzte treibt es ins Ausland, besonders in die USA. Vor allem in den ländlichen Gebieten nehmen auch heute noch Medizinmänner oder Schamanen in vielen Stämmen eine wichtige Rolle ein. Sie helfen den Menschen mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und Wissen, welches über Generationen aufgebaut, aber bei Augenerkrankungen meist aussichtslos ist.

Augenärztliche Versorgung

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Ghana besitzt für seine 25 Millionen Einwohner nur 45 Augenärzte, von denen alleine 20 in der Hauptstadt Accra tätig sind. Zum Vergleich: In Deutschland kommt auf ca. 16.000 Einwohner ein Augenarzt. Der einzige Augenarzt für die ca. 2 Millionen Einwohner der Volta Region arbeitet an der Volta Augenklinik des Margret Marquart Catholic Hospitals.

Von je 100 Ghanaern sind heute noch 4 blind oder von Blindheit bedroht. In den meisten Fällen kann dieses Schicksal durch einen kleinen operativen Eingriff abgewendet werden. Bis auf Weiteres kann dies nur durch Hilfe von außen geschehen.

Haupterkrankungen sind der Graue Star (Trübung der Augenlinse), der auch schon bei Kindern auftreten kann, der in Ghana sehr verbreitete Grüne Star (Erhöhung des Augeninnendrucks) sowie Netzhauterkrankungen bei Diabetes und einer bei Schwarzen verbreiteten Blutkrankheit (Sichelzellanämie).

Unbehandelt führen all diese Erkrankungen zur Erblindung.